Gesundheitsfragen richtig beantworten

Gesundheitsfragen bei der Berufsunfähigkeitsversicherung richtig beantworten

Die Gesundheitsfragen sind der wichtigste Teil deines BU-Antrags. Was du dort angibst, entscheidet nicht nur über Beitrag und Annahme, sondern vor allem darüber, ob der Versicherer im Ernstfall zahlt. Wer etwas vergisst oder falsch angibt, riskiert, dass der Versicherer später vom Vertrag zurücktritt – selbst wenn die vergessene Diagnose mit der Berufsunfähigkeit nichts zu tun hat. Deshalb bereite ich die Gesundheitsangaben mit jedem Kunden sorgfältig auf, bevor ein Antrag gestellt wird – mit einem digitalen Gesundheitsfragebogen, den du unten anfordern kannst.

Welche Zeiträume die Versicherer abfragen

Bereich Typischer Zeitraum Beispiele
Ambulante Behandlungen 3 bis 5 Jahre Hausarzt, Fachärzte, Physiotherapie, Chiropraktiker, Heilpraktiker
Krankenhaus, Operationen, Reha 5 bis 10 Jahre stationäre Aufenthalte, ambulante Operationen, Kuren
Psychische Beschwerden und Psychotherapie 5 bis 10 Jahre Gesprächstherapie, Burn-out, Depression, Angst, Schlafstörungen
Dauerhafte Erkrankungen ohne Begrenzung chronische Krankheiten, Behinderung, HIV

Die genauen Fragen und Zeiträume unterscheiden sich von Versicherer zu Versicherer. Maßgeblich ist immer der Wortlaut im jeweiligen Antrag. In meinem digitalen Fragebogen sind die Zeiträume der verschiedenen Versicherer bereits hinterlegt – du musst sie nicht selbst kennen.

Die häufigsten Fehler

  • Aus dem Gedächtnis beantworten: Kaum jemand weiß noch, wann er vor vier Jahren wegen Rückenschmerzen beim Orthopäden war. Genau solche Angaben fehlen dann.
  • „Kleinigkeiten“ weglassen: Physiotherapie, ein paar Gespräche beim Psychologen oder eine Krankschreibung wegen Erschöpfung wirken harmlos – werden aber ausdrücklich gefragt.
  • Falsche Diagnosen in der Akte übersehen: Ärzte rechnen manchmal Diagnosen ab, die so nie gestellt wurden, oder vergessen, eine Verdachtsdiagnose zu streichen. Steht es in der Akte, kann der Versicherer es im Leistungsfall finden.
  • Fragebogen des Vermittlers statt Antrag: Entscheidend ist nicht irgendein Formular, sondern die Fragen im Antrag des Versicherers – Wort für Wort.
  • Direkt beantragen: Ohne anonyme Risikovoranfrage landet eine Ablehnung in der Hinweisdatei der Versicherer.

So bereiten wir deine Gesundheitsangaben auf

  1. Fragebogen anfordern: Schick mir deinen Namen, deine Telefonnummer und deine E-Mail-Adresse. Du bekommst von mir einen Link zu meinem digitalen Gesundheitsfragebogen für die anonyme Risikovoranfrage.
  2. Fragebogen ausfüllen: Die Fragen passen sich an deine Angaben an – wer zum Beispiel eine Rückenerkrankung angibt, bekommt genau die Nachfragen, die die Versicherer dazu stellen. Die Zeiträume der verschiedenen Versicherer sind hinterlegt.
  3. Unterlagen hinzufügen: Je mehr Informationen, desto besser. Am wertvollsten ist deine Patientenakte bzw. der Leistungsauszug deiner Krankenkasse mit allen abgerechneten Diagnosen – bei vielen Kassen kannst du ihn direkt in der App anfordern. Dazu kommen Entlassungsbriefe aus dem Krankenhaus und Arztberichte. Privat Versicherte nehmen ihre Abrechnungen.
  4. Prüfen und klären: Ich gleiche deine Angaben mit den Unterlagen ab. Unklare oder falsche Diagnosen klären wir mit dem behandelnden Arzt, wo nötig mit einer kurzen ärztlichen Bestätigung.
  5. Anonyme Risikovoranfrage: Mit den aufbereiteten Angaben frage ich gezielt bei passenden Versicherern an – ohne deinen Namen.

Digitalen Gesundheitsfragebogen anfordern: Schick mir einfach Name, Telefonnummer und E-Mail-Adresse – per WhatsApp oder per E-Mail an info@fwp-kassel.de.

Ein Beispiel aus meiner Praxis

Ein Kunde hatte gleich mehrere Diagnosen in seiner Akte: einen Bänderriss, niedrigen Blutdruck beim Aufstehen, Allergien und eine chronische Nasennebenhöhlenentzündung. Weil wir alles vollständig aufbereitet und die abgeschlossenen Behandlungen sauber belegt haben, konnte ich ihn ganz normal versichern – ohne Ausschluss und ohne Zuschlag.

Häufige Fragen zu den Gesundheitsfragen

Muss ich auch eine Erkältung angeben?

Das hängt vom Wortlaut der Frage ab. Viele Versicherer nehmen Bagatellen wie eine einfache Erkältung ausdrücklich aus, andere fragen nach allen Arztbesuchen. Deshalb gehen wir die Fragen im Antrag gemeinsam Wort für Wort durch.

Was passiert, wenn ich etwas vergesse?

Du bist verpflichtet, die Gesundheitsfragen vollständig und wahrheitsgemäß zu beantworten (§ 19 VVG). Fällt eine fehlende Angabe später auf, kann der Versicherer je nach Fall vom Vertrag zurücktreten, ihn anpassen oder kündigen – bis zu fünf Jahre nach Abschluss, bei Arglist bis zu zehn Jahre. Im schlimmsten Fall zahlt er im Leistungsfall nicht.

In meiner Akte steht eine Diagnose, die nicht stimmt. Was tun?

Sprich mit dem behandelnden Arzt und bitte um Korrektur oder um eine schriftliche Stellungnahme. Diese Unterlagen fügen wir der Risikovoranfrage bei. Einfach weglassen solltest du die Diagnose nicht.

Ich war in Psychotherapie. Bekomme ich trotzdem eine BU?

Oft ja – abhängig davon, wie lange die Behandlung zurückliegt, worum es ging und ob sie abgeschlossen ist. Gerade hier ist die anonyme Risikovoranfrage wichtig.

Welche Unterlagen sind am wichtigsten?

Die Patientenakte bzw. der Leistungsauszug deiner Krankenkasse – dort stehen alle Diagnosen, die Ärzte abgerechnet haben, auch solche, an die du dich nicht erinnerst. Dazu Entlassungsbriefe aus Krankenhaus und Reha sowie Arztberichte. Je vollständiger die Unterlagen, desto sicherer dein Versicherungsschutz.

Gesundheitsfragen gemeinsam klären

Du bist unsicher, was du angeben musst? Ich gehe die Fragen kostenlos mit dir durch – im Büro in Fritzlar, bei dir zu Hause in Kassel und Umgebung oder online.

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Telefon und WhatsApp: 05622 / 79 49 832
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Stand: Oktober 2026. Diese Seite ersetzt keine individuelle Beratung.

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